{"id":2684,"date":"2019-07-09T19:08:48","date_gmt":"2019-07-09T17:08:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ff-kolkwitz.de\/?p=2684"},"modified":"2019-07-09T19:09:39","modified_gmt":"2019-07-09T17:09:39","slug":"bereit-wenn-es-sein-muss-wir-in-der-zeitung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.ff-kolkwitz.de\/?p=2684","title":{"rendered":"Bereit, wenn es sein muss &#8211; wir in der Zeitung"},"content":{"rendered":"<header>\n<div>Folgender <a href=\"https:\/\/www.lr-online.de\/lausitz\/cottbus\/eine-lausitzer-wehr-im-waldbrand-stress-bereit-wenn-es-sein-muss_aid-39844809\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Artikel<\/a> erschien am 4.07.2019 in der Lausitzer Rundschau. Mit freundlicher Genehmigung d\u00fcrfen wir ihn hier ver\u00f6ffentlichen:<\/div>\n<div><\/div>\n<h2 class=\"headline\">Eine Lausitzer Wehr im Waldbrand-Stress: Bereit, wenn es sein muss<\/h2>\n<figure>\n<div class=\"text-icon-wrapper\">\n<figure style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.lr-online.de\/imgs\/16\/5\/7\/7\/6\/8\/5\/9\/1\/tok_7a9086c3025539278c762300a3ab80fc\/w540_h303_x1279_y453_LR_57768647_1312331715_RGB_190_1_1_9a4a6dc6ae2485375c7ffbc939e22fec_1562250645_1312331715_fb90f03b39-69ba10295de7780e.jpg\" alt=\" Auf einem Tankl\u00f6schfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kolkwitz \u2013 Martin Mathow war Ende Juni bei der Bek\u00e4mpfung des Waldbrands in der Lieberoser Heide mit dabei.\u00a0 \" width=\"540\" height=\"303\" data-src=\"\/imgs\/16\/5\/7\/7\/6\/8\/5\/9\/1\/tok_7a9086c3025539278c762300a3ab80fc\/w540_h303_x1279_y453_LR_57768647_1312331715_RGB_190_1_1_9a4a6dc6ae2485375c7ffbc939e22fec_1562250645_1312331715_fb90f03b39-69ba10295de7780e.jpg\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Auf einem Tankl\u00f6schfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Kolkwitz \u2013 Martin Mathow war Ende Juni bei der Bek\u00e4mpfung des Waldbrands in der Lieberoser Heide mit dabei.\u00a0 FOTO: LR \/ Martin Mathow<\/figcaption><\/figure>\n<div class=\"text-icon text-icon-large\">\n<div class=\"text-icon-image-zoom\"><\/div>\n<\/div>\n<\/div><figcaption class=\"stopFloat\"><\/figcaption><\/figure>\n<\/header>\n<div class=\"first intro\"><strong>Ein junger Lausitzer erkl\u00e4rt, wie als freiwilliger Feuerwehrmann das Zusammenspiel aus Eins\u00e4tzen sowie Job und Familie funktionieren kann.<\/strong> <span class=\"author\">Von Andreas Blaser<\/span><\/div>\n<div class=\"main-text\">\n<p>Es ist Montag, 14.25\u2005Uhr, als bei Martin Mathow nahezu synchron der Pieper und die Alarmsirene der Feuerwehr in Kolkwitz losgehen \u2013 Einsatz. Mathow ist gerade in seinem B\u00fcro im Altbau der Gemeindeverwaltung in Kolkwitz, hat noch zu arbeiten. Der 32-J\u00e4hrige ist der Leiter des Fachbereichs Ordnung und Sicherheit der Gemeinde. Aber er ist eben auch Feuerwehrmann.<\/p>\n<div id=\"webtrekk-in-article\"><\/div>\n<figure>\n<div class=\"text-icon-wrapper\">\n<figure style=\"width: 540px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.lr-online.de\/imgs\/16\/5\/7\/7\/6\/8\/5\/9\/1\/tok_6033fc7a3b3b1224243575c4d1abdb3f\/w540_h303_x412_y241_LR_57768647_1312335915_RGB_190_2_1_068895ad5e9a79f163e50f48b506785c_1562250662_1312335915_b590c7c5de-96c7d78766847c4d.jpg\" alt=\" Am Schreibtisch in der Kolkwitzer Gemeindeverwaltung \u2013 Martin Mathow leitet dort den Bereich Ordnung und Sicherheit. \" width=\"540\" height=\"303\" data-src=\"\/imgs\/16\/5\/7\/7\/6\/8\/5\/9\/1\/tok_6033fc7a3b3b1224243575c4d1abdb3f\/w540_h303_x412_y241_LR_57768647_1312335915_RGB_190_2_1_068895ad5e9a79f163e50f48b506785c_1562250662_1312335915_b590c7c5de-96c7d78766847c4d.jpg\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Am Schreibtisch in der Kolkwitzer Gemeindeverwaltung \u2013 Martin Mathow leitet dort den Bereich Ordnung und Sicherheit. FOTO: LR \/ Andreas Blaser<\/figcaption><\/figure>\n<\/div><figcaption class=\"stopFloat\"><\/figcaption><\/figure>\n<h3>Einsatz in der Lieberoser Heide<\/h3>\n<p>Es ist der Tag, an dem<a href=\"https:\/\/www.lr-online.de\/lausitz\/luebben\/lieberoser-heide-heldenhafter-einsatz-bei-staub-und-hitze_aid-39768457\"> in der Lieberoser Heide wieder einmal die W\u00e4lder brennen<\/a>, die \u00f6rtlichen Feuerwehren aber aufgrund der Gr\u00f6\u00dfe der Waldfl\u00e4chen, des Brandes und des munitionsbelasteten Bodens \u00fcberfordert sind. Sie bitten um Hilfe \u2013 und erhalten sie neben vielen anderen auch von der Ortsfeuerwehr Kolkwitz. F\u00fcr Mathow hei\u00dft das an diesem Nachmittag, dass Ordnung und Sicherheit in der Gemeinde erst einmal warten m\u00fcssen. Er eilt vom Rathaus an der Berliner Stra\u00dfe \u00fcber diese hinweg zum Feuerwehrger\u00e4tehaus in der Bahnhofstra\u00dfe. Der Weg betr\u00e4gt nur wenige Hundert Meter. Da es sich aber um eine scharfe beziehungsweise Erstalarmierung handelt, ist Eile geboten.<\/p>\n<p>Im Ger\u00e4tehaus haben sich etwa zehn Feuerwehrleute eingefunden. Sie wissen bereits, es soll nach Lieberose zum Einsatz gehen. Und sie wissen auch jetzt schon, dass dieser Einsatz mit gro\u00dfer Sicherheit nicht so kurz sein wird wie die meisten Eins\u00e4tze in ihrem normalen Einsatzgebiet in der Gemeinde \u2013 wenn es um kleinere Br\u00e4nde, Verkehrsunf\u00e4lle oder im Altkleidercontainer entsorgte tote Kaninchen geht.<\/p>\n<h3>Ich bin bereit<\/h3>\n<p>Drei Leute werden f\u00fcr die erste Gruppe ben\u00f6tigt, Mathow ist nicht unter ihnen. Er hat einen vierj\u00e4hrigen Sohn, den er an diesem Nachmittag noch aus dem Kindergarten abholen muss. Dennoch ist er erst einmal zum Treffpunkt geeilt, macht damit klar: Ich bin bereit, wenn es sein muss und wenn es unbedingt sein muss auch jetzt. Muss es aber nicht, drei andere Kameraden fahren zuerst mit einem Tankl\u00f6schfahrzeug nach Lieberose: ein Gruppenf\u00fchrer, ein Maschinist und ein weiterer Feuerwehrmann. Ihr Einsatz in Lieberose wird etwa acht Stunden dauern, dann werden sie von der zweiten Gruppe abgel\u00f6st, diese von der dritten Gruppe. In der wird Martin Mathow sein. Am n\u00e4chsten Tag aber erst, ganz in der Fr\u00fch geht es zum Einsatzort in der Lieberoser Heide.<\/p>\n<h3>Zwischen Job, Familie und Feuerwehr<\/h3>\n<p>Bis dahin hat Mathow ausreichend Zeit, seinem Arbeitgeber, der Gemeindeverwaltung Kolkwitz, und auch seiner Frau und seinem Kind zu erkl\u00e4ren, dass er Dienstag nicht da ist \u2013 weder tags\u00fcber am Schreibtisch in der Verwaltung und nicht fr\u00fch und abends bei der Familie.<\/p>\n<p>Nicht immer aber l\u00e4sst sich dies bei Eins\u00e4tzen so gut planen und organisieren. 36\u2005aktive Kameraden gibt es in der Kolkwitzer Ortsfeuerwehr, darunter etwa f\u00fcnf Frauen. Rund zehn der Kameraden sind auch bei der Gemeinde besch\u00e4ftigt, vielfach im Kolkwitzer Bauhof. So stand dieser Tage noch der Rasenm\u00e4her vorm Bauhof, weil ein Mitarbeiter schnell Fahrzeug und Kluft wechseln und zum Feuerwehreinsatz musste. \u201eDas sind die immer verf\u00fcgbaren, die planbaren Einsatzkr\u00e4fte\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Rehnus dazu. Er war bis vor einem Monat Gemeindebrandmeister und Gemeindewehrf\u00fchrer, machte das 18\u2005Jahre lang und hat in dieser Zeit schon einiges erlebt. Bei anderen Einsatzkr\u00e4ften sei es schwieriger, die w\u00fcrden in Cottbus oder Burg arbeiten. Da dauere es halt, bis sie tags\u00fcber bei Alarmierungen im Feuerwehrdepot seien. Martin Mathow spricht f\u00fcr die Zeit von 7 bis 16\u2005Uhr von einer geringeren Tageseinsatzbereitschaft als abends oder in der Nacht. Was nicht hei\u00dft, dass die Kameraden tags\u00fcber nicht wollen oder ihre Arbeitgeber sie daf\u00fcr nicht freistellen, sie sind schlichtweg nicht vor Ort oder ihre Fahrt dauert zu lange.<\/p>\n<h3>Gemeinden achten auf das Ehrenamt<\/h3>\n<p>Darum achten die Gemeinden auch darauf, dass bei Einstellungen Bewerber ihre Bereitschaft erkl\u00e4ren, in der \u00f6rtlichen Feuerwehr aktiv mitzumischen. Martin Mathow ist so ein typischer Fall. Als er sich 2006 bei der Gemeindeverwaltung Kolkwitz f\u00fcr eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bewarb, hatte er mit der Feuerwehr nicht so wahnsinnig viel am Hut. Da mitzumachen, war aber schon gew\u00fcnscht. Seitdem ist der Kolkwitzer in der Freiwilligen Feuerwehr seiner Gemeinde aktiv, hat sich nach und nach qualifiziert zum Truppmann und Truppf\u00fchrer. 2017 machte er in der brandenburgischen Feuerwehrlandesschule in Eisenh\u00fcttenstadt eine mehrw\u00f6chige Ausbildung zum Gruppenf\u00fchrer. \u201eIch mache das gern\u201c, sagt er heute, \u201eund mit Leidenschaft\u201c. Er habe auch dort seinen Freundeskreis, seine Kumpels. \u201eZudem verbringen wir bei den Eins\u00e4tzen auch viel Zeit miteinander. Das verbindet.\u201c Und man treffe sich ja auch in der Freizeit als Freunde und Familie.<\/p>\n<h3>Die Frau h\u00e4lt den R\u00fccken frei<\/h3>\n<p>Seine Frau h\u00e4lt ihm den R\u00fccken frei, sagt Mathow zum Thema Feuerwehreins\u00e4tze und Familie. Nat\u00fcrlich gibt es auch die typischen Unzeiten, zu denen eine Alarmierung eigentlich gar nicht passt. Beispielsweise wenn er mit Frau und Sohn beim Abendessen als der einzigen gemeinsamen Mahlzeit des Tages sitzt und die drei dar\u00fcber reden, was so tags\u00fcber los war und dann geht der Pieper los\u2005.\u2005.\u2005. \u201eAber das kriegt man schon irgendwie geregelt, meist auch konfliktfrei\u201c, sagt der junge Familienvater. Sein \u00e4lterer und erfahrener Kollege Rehnus komprimiert dies in der Weisheit \u201eWenn die Frau nicht mitspielt, ist der Feuerwehrmann nicht gut drauf.\u201c Der J\u00fcngere relativiert aber auch, dass man als freiwilliger Feuerwehrmann nicht jeden Tag im Einsatz sei. Mal gebe es vier, meist kleinere Eins\u00e4tze am Tag, mal passiere tagelang gar nichts.<\/p>\n<h3>Die Einsatzliste zeigt es<\/h3>\n<p>Ein Blick in die von der Ortswehr Kolkwitz ver\u00f6ffentlichten Einsatzlisten best\u00e4tigt dies. Die Eins\u00e4tze im Juni beginnen am Monatsersten mit einem Bahndeichbrand, Einsatzdauer 1:27\u2005Stunden. Das n\u00e4chste Mal ausr\u00fccken m\u00fcssen die Kolkwitzer erst am 12.\u2005Juni zu einem kleinen Waldbrand, dessen Bek\u00e4mpfung dauert nur eine gute Stunde. Ein Ausrei\u00dfer ist der 19.\u2005Juni, an dem zu einem Waldbrand noch zwei Verkehrsunf\u00e4lle hinzukamen. Noch krasser ist der 26. des Monats: brennender Holzstapel, Baum auf der Stra\u00dfe, Waldbrand, Verkehrsunfall. Alle Eins\u00e4tze dauern aber kaum mehr als eine Stunde.<\/p>\n<h3>47 Stunden Waldbrandeinsatz<\/h3>\n<p>Ganz anders der 24.\u2005Juni, als um 14:25\u2005Uhr Martin Mathow durch Pieper und Sirene alarmiert wird. Dieser Einsatz dauert 47:35 Stunden. Viermal werden in diesen zweit Tagen die dreik\u00f6pfigen Tankl\u00f6schfahrzeug-Besatzungen ausgewechselt. Mathow war einer von ihnen \u2013 nachdem er seinen Sohn aus dem Kindergarten geholt und seine Frau sowie die Kollegen \u00fcber seine Abwesenheit informiert hatte.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Folgender Artikel erschien am 4.07.2019 in der Lausitzer Rundschau. 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