Ausgezeichnete Gruppenführer

Bei der Verbandstagung des Kreisfeuerwehrverbandes am 9.6. in Forst wurden Christoph Rother und Sascha Erler mit dem Leistungsabzeichen „FwDV 3“ in Gold ausgezeichnet. Diese Auszeichnung erhalten Kameradinnen und Kameraden, die ihre Gruppenführerausbildung an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt mindestens mit “gut” abgeschlossen haben. Die Kameraden Rother und Erler sind dabei eine der ersten Gruppenführer im Land Brandenburg, die ihre Ausbildung im sogenannten eFIII-Lehrgang absolviert haben, also einer Mischung aus Online-Lehrgang und Praxis in Eisenhüttenstadt. Beide haben mit ihrem erworbenen Wissen auch bereits Einsätze in der Ortswehr geleitet.

Personelle Änderungen

Zum Monatswechsel gab es personelle Änderungen an der Spitze unserer Ortswehr.

Marco Kunisch hatte aus persönlichen Gründen die Gemeinde darum gebeten, ihn von seinen Pflichten als Ortswehrführer zu entbinden. Dem ist die Gemeinde zum 31. März nachgekommen. Wir bedanken uns für Marcos Arbeit in den letzten 4 Jahren und hoffen, dass er uns auch weiterhin als aktive Einsatzkraft erhalten bleibt.

Interimsweise bis zum Jahresende wurde der bisherige Jugendwart und amtierende stellvertrendene Ortswehrführer Christian Otte zum neuen amtierenden Ortswehrführer ernannt. Kamerad Christoph Rother wurde zum amtierenden Stellvertreter berufen. Damit Christian sich seiner neuen Aufgabe vollumfänglich widmen kann, hat Kamerad Merlin Irmer die Funktion als amtierender Jugendwart übernommen.

Natürlich wird parallel im Einvernehmen mit der Gemeinde und der Gemeindewehrführung das Verfahren zur ordentlichen Berufung einer neuen Führungsspitze durchgeführt. Doch wir denken, wir haben mit dieser Lösung ein arbeits- und leistungsfähiges Führungsteam erhalten.

Volles D-Rohr

Unser neues Tanklöschfahrzeug hat einige Besonderheiten, mit denen wir intensiv üben müssen, denn die Taktik bei Waldbränden wird sich in Zukunft ändern. Bisher ist das C-Rohr unser Standard-Rohr, mit dem wir Brände bekämpfen. Die deutlich dünneren D-Schläuche und D-Strahlrohre sind bislang eher bei der Jugendfeuerwehr verbreitet. Doch das neue TLF W BB ist mit zahlreichen D-Strahlrohren und Schläuchen bestückt. Und das hat seinen Grund:

Bei einem Waldbrand brennt es zunächst vor allem im Bodenbereich. Und es kommt für uns als Feuerwehr darauf an, möglichst schnell zu verhindern, dass sich das Feuer ausbreitet. Dazu braucht es gar nicht soviel Wasser, weil die Flammenfront oft nur wenige Zentimeter breit ist. Deshalb hat das TLF mehrere Feuerpatschen an Bord, mit denen die Flammen ausgeschlagen werden können. Und als Neuheit: Rucksäcke mit 20 Litern Wasser und einer kleinen Spritzdüse. Und den haben wir mal getestet

20 Liter auf dem Rücken, mobil und unabhängig: Ein Löschrucksack ist eine sinnvolle Ergänzung im Waldbrandeinsatz.

Ungewohnt, aber es funktioniert. Nochmal zurück zu den verschiedenen Schlauchgrößen: So ein Wald- oder Vegitationsbrand kann sich je nach Wind und Bodenbeschaffenheit recht schnell vorwärts bewegen. Für uns als Feuerwehr heißt das: Auch schnell sein und da macht es einen Unterschied, ob man einen dicken oder dünnen Schlauch über der Schulter hat und hinter sich herzieht. Die Praxisübung zeigt: Mit dem D-Schlauch sind wir deutlich schneller unterwegs. Und noch einen Vorteil haben die dünneren Schläuche, den man sich sehr gut vorstellen kann: Wir verlegen bei Waldbränden manchmal mehrere hundert Meter B- und C-Schläuche. Die müssen erstmal alle volllaufen, bis vorne am Strahlrohr überhaupt ein Tropfen Wasser rauskommt. Und da passt Einiges rein: In eine Standardlänge B-Schlauch 88 Liter, ein 15m langen C-Schlauch schluckt ca 32 Liter. In einen D-Schlauch der selben Länge passen grade mal knapp 7,5 Liter. Heißt: Wenn man also auf mehreren hundert Metern Länge die Schläuche jeweils eine Nummer kleiner wählt, spart man schnell mehrere hundert Liter Wasser. Denn das ist kostbar im Wald, wo der nächste Brunnen oder Hydrant oft weit weg ist und wir (zunächst) auf den Inhalt des Löschwassertanks auf unserem Fahrzeug angewiesen sind. Der klingt mit knapp 5.000Litern zwar groß bemessen, aber auch da können wir einfach mal rechnen: 1 C-Strahlrohr braucht (bei Standarddruck) etwa 100l pro Minute. Sind wir mit 3 Rohren im Einsatz (im Ernstfall werden es eher mehr sein) brauchen wir also 3o0 Liter pro Minute. Plus die Füllmenge der Schläuche. Heißt: Etwa nach einer Viertelstunde stehen wir ohne Wasser da. Ein D-Strahlrohr verbraucht gerade ein Viertel der Menge. Das bedeutet: Mit einer Tankfüllung können wir (theoretisch) 4 mal so lange löschen. In unserem Beispiel eine Stunde lang.

Zugegeben: Wir reden hier von Theorie und die Hohlstrahlrohre, die wir hier verwenden, sind nicht ganz so sparsam, wie ein Standard-D-Strahlrohr. Aber dennoch hat sich in der ersten Übung gezeigt: Die Waldbrandbekämpfung mit D-Rohren klingt erstmal merkwürdig, bringt aber viele Vorteile. Sie muss aber – wie alles bei der Feuerwehr – regelmäßig geübt werden.

Neues TLF in Dienst gestellt

Seit Freitag, dem 25.März 2022 ist unser TLF-W BB offiziell in Dienst gestellt und hat seinen Stellplatz in unserem Gerätehaus eingenommen. In Zukunft werden Sie es öfter in der Gemeinde fahren sehen.

Das neue Tanklöschfahrzeug gemeinsam mit dem HLF20

Das alte Tanklöschfahrzeug wird zunächst als “eiserne Reserve” vorgehalten und kann zB bei großen Waldbränden reaktiviert werden. Eine endgültige Entscheidung, was mit dem Fahrzeug passieren wird, trifft dann die Gemeinde.

Ein neues Pferd im Stall

Am 7.2. war es endlich so weit: Nach mehreren Anläufen und mehrmonatiger Verzögerung konnte eine kleine Delegation der Ortswehr gemeinsam mit dem Gemeindewehrführer unser neues TLF in Tschechien abholen.

Hier ein paar technische Daten

Fahrgestell:

  • Tatra Force 815-7 4x4
  • zulässige Gesamtmasse 18.000 kg
  • Besatzung 1/2
  • Reifendruckregelanlage
  • vor Hitze geschützte Leitungen (u. a. für Elektrik, Kraftstoff)
  • höhenverstellbares Fahrwerk
  • Selbstbergungswinde

Ausstattungsdetails (Auszug):

  • 4.800 l Löschwasser
  • 180 l Schaummittel Klasse A
  • Druckzumischanlage
  • manueller Dachwerfer
  • elektrischer Frontwerfer

Die Ankunft am Gerätehaus wurde – natürlich unter Beachtung der Corona-Situation – entsprechend gefeiert.

In den kommenden Tagen und Wochen stehen intensive Schulungen für unsere Maschinist:innen an, aber alle freuen sich schon auf das neue “Spielzeug”. Erst, wenn wir alle fit sind im Umgang mit dem Fahrzeug wird es offiziell in Dienst gestellt. Und vermutlich zum 112. Jubiläum im August stellen wir es dann öffentlich vor.

 

Ergebnisse AGT Lehrgang

Im Kolkwitzer Geräthehaus wurden in den kommenden Wochen Kameradinnen und Kameraden zu Atemschutzgeräteträger:innen ausgebildet. Als abschluss der Ausbildung stand natürlich eine Prüfung an. Alle haben eine Teilnehmernummer bekommen und können sich hier ihre entsprechende Punktzahl anschauen:

1. 65
2. 65
3. 66
4. 64
5. 35
6. 60
7. 57
8. 65
9. 61
10. 65
11. 65

Wir freuen uns über 11 weitere gut ausgebildete Kameradinnen und Kameraden, gratulieren zur bestandenen Prüfung und wünschen immer unfallfreie Einsätze!

 

Ehrenzeichen für stellvertretende Jugendwarte

Anlässlich der Verbandstagung des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße e.V. wurden unsere beiden stellvertretenden Jugendwarte mit dem Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg in Bronze ausgezeichnet.

Jonas Hohm engagiert sich seit seinem Wechsel in die aktive Einsatzabteilung als Ausbilder und Betreuer bei der Jugendfeuerwehr. In diesem Jahr hat er die Funktion als stellvertretender Jugendwart übernommen.
Neben dem Umgang mit den Kindern und Jugendlichen ist er vor allem für die technischen Belange zuständig: Sei es eine App, über die die Mitglieder der Jugendfeuerwehr das Fahrzeug besser kennen lernen können, oder die Programmierung eines Alarmierungssystems beim Ausbildungsjugendlager.
Bei den Online-Schulungen während der Corona-Pandemie baute Kam. Hohm eine regelrechte Bildregie auf, um zeitweise zwischen drei Kameras zu wechseln und das Signal in den Stream zu geben. Er überwachte den Chat, so dass auf Fragen der Kinder und Jugendlichen live während der Ausbildung eingegangen werden konnte.

Merlin Irmer ist erst seit wenigen Jahren Mitglied der aktiven Einsatzabteilung und engagiert sich seit seinem Wechsel in die Aktive Feuerwehr weiter als Ausbilder und Betreuer in der Jugendfeuerwehr. Trotz seines jungen Alters war er sofort bereit, die ihm angebotene Funktion als stellvertretender Jugendwart zu übernehmen.
Kam. Irmer bringt sein Wissen und Ideen nicht nur bei den wöchentlichen Schulungen ein, sondern z.B. auch bei der Organisation und Durchführung der jährlichen Ausbildungsjugendlager.
Beim Aufbau, Konzeption und Organisation der Online-Schulungen während der Hochphase der Corona-Pandemie hat Kam. Irmer maßgeblich mitgewirkt, hat Ideen eingebracht, während der Ausbildungen vor und hinter der Kamera gestanden und das Schulungsprogramm kontinuierlich weiterentwickelt.

Ohne die Beiden wären die Online-Schulungen in dieser Qualität nicht möglich gewesen. Deshalb hatten wir die Auszeichnung für Jonas und Merlin beantragt und freuen uns, dass die Landesjugendfeuerwehr unseren Vorschlägen zugestimmt hat.

Der Zusammenhalt leidet, die Einsatzbereitschaft bleibt

Die Corona-Pandemie ist nicht spurlos an der Ortswehr Kolkwitz vorbeigegangen: Das geplante Jubiläum, Maibaumstellen, sämtliche geselligen Zusammenkünfte mussten ausfallen. Aber die Mitgliederzahl bleibt stabil und die Wehr einsatzbereit, leistungsfähig und flexibel. Besonders die Online-Ausbildung der Jugendfeuerwehr war einzigartig. So das Fazit der nachgeholten Jahreshauptversammlung am 3. September.

Ortswehrführer Marco Kunisch bei seinem Grußwort

Es war ein recht einsames und einsatzarmes Jahr 2020, für das Ortswehrführer Marco Kunisch Bilanz zieht. Zwar startete es mit einem recht großen Brandeinsatz, aber gerade die Verkehrsunfälle, die sonst den Hauptteil der Feuerwehrarbeit ausmachen sind im letzten Jahr spürbar zurückgegangen. Vermutlich auch, weil wegen Kontaktbeschränkungen und Homeoffice weniger Menschen unterwegs waren. Erfreulich ist: Alle Einsätze konnten absolviert werden und im Schnitt waren beide Löschfahrzeuge voll besetzt. Auch die Zahl der Kameradinnen und Kameraden bleibt stabil. „Danke, dass Ihr alle in dieser schwierigen Zeit der Feuerwehr die Stange gehalten habt und auch unter teilweise schwierigen Umständen ausgerückt seid! Das war wirklich beeindruckend!“ lobt der Ortswehrführer die Anwesenden in der großen Halle des Kolkwitzcenters. Trotz Corona leisteten die Kameradinnen und Kameraden inklusive Ausbildungen insgesamt knapp 3.000 Stunden Dienst für die Feuerwehr.

Online-Ausbildung die ihresgleichen sucht

Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr haben ihre Begeisterung behalten. Obwohl sie sich im vergangenen Jahr kaum treffen durften, bilanziert Jugendwart Christian Otte: „Es war ein ganz schwieriges Jahr, aber die Kinder und Betreuer haben verstanden, dass die oberste Aufgabe der Feuerwehr der Bevölkerungsschutz ist und deshalb die Kinder und Jugendlichen als erste in den Lockdown gegangen und als letzte wieder herausgekommen sind.“ Besonders bitter: kurz sah es so aus, als könne das beliebte Ausbildungsjugendlager stattfinden, dann musste es kurzfristig doch abgesagt werden. Das hieß für das Betreuerteam um Christian Otte: Alternativen suchen. Und die fanden sich online: Es wurden gleich mehrere Webcams beschafft und eine regelrechte Bildregie im Gerätehaus aufgebaut, mit der zwischen den einzelnen Kameras hin- und her geschaltet wurde. Das Jugend-Team stellte in und an der Fahrzeughalle Einsätze nach und die Kinder- und Jugendlichen waren per Internet live dazu geschaltet. Für den erste-Hilfe-Unterricht wurden speziell geschnürte Verbandspakete vorab mit dem Löschfahrzeug zu den Jugendlichen gefahren und mit Abstand übergeben. Für 45 Minuten Online-Unterricht eine Vor- und Nachbereitungszeit von mehreren Stunden. Aber die Arbeit hat sich gelohnt: Alle 14 Jungs und 2 Mädchen sind Stand Ende 2020 der Jugendfeuerwehr erhalten geblieben. Hier wurde ein Aufwand getrieben, der seinesgleichen sucht, stellt Sascha Erler, Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes fest: „Ich kenne keine vergleichbare Aktion im Kreis und selbst über den Kreis hinaus.“ Besonders für die Online-Schulungen, aber auch für seine jahrelange Arbeit als Ausbilder und Jugendwart bekam Christian Otte daher das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße e.V. verliehen.

Christian Otte erhält das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes

Modernste Ortswehr der Gemeinde

Natürlich darf der Blick nach vorne nicht fehlen. Und da freuen sich die Kameradinnen und Kameraden vor allem auf den November, wenn sie das neue Tanklöschfahrzeug von Tschechien nach Kolkwitz überführen können. Eins der ersten aus der Landesbeschaffung. „Das bedeutet dann, dass kein Fahrzeug in Kolkwitz älter als drei Jahre sein wird. Es gibt keine andere Ortswehr, die so einen modernen Fuhrpark hat.“ Stellt Gemeindebrandmeister Steffen Theiler fest. Da das Fahrzeug aus der Landesbeschaffung stamme, bedeute das aber auch mehr Aufgaben: „Das Fahrzeug wird definitiv öfter überörtlich im Einsatz sein, als das alte, etwa bei größeren Waldbränden außerhalb.“

Dass die Kameradinnen und Kameraden in der Lage sein werden, mit der neuen Technik umzugehen und ihre Einsatzbereitschaft auch in Zukunft beweisen werden, daran lässt Ortswehrführer Marco Kunisch keinen Zweifel. „Und es sollte auch unsere Aufgabe sein, wieder enger zusammenzurücken, sofern es die Bedingungen zulassen. Hoffentlich schon beim Kameradschaftsabend in diesem Jahr und auf jeden Fall bei unserem nachgeholten Jubiläum im Jahr 2022.“

Video-Ausbildung

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Weil sich die Jugendfeuerwehr wegen der Corona-Auflagen nicht persönlich zur Ausbildung treffen darf, haben wir unsere erste Jugendübung des Jahres ins Internet verlagert. Unser Jungendwart und seine Stellvertreter haben unter Berücksichtigung der Corona-Regeln und Zustimmung der Gemeindewehrführung eine Online-Fragestunde mit dem Thema “Gerätekunde am HLF 20” veranstaltet. Unsere Jugendfeuerwehr hat so die Möglichkeit aktiv Ausbildung zu betreiben. Nächste Woche gibt es die Fortsetzung. Und es laufen bereits die Planungen, die Online-Ausbildung auch auf die Erwachsenenabteilung zu übertragen.