88 Mal ist die Ortswehr Kolkwitz im vergangenen Jahr ausgerückt. Verglichen mit den Vorjahren war sehr oft tatsächlich ein Feuer der Grund für den Einsatz. Zur Jahreshauptversammlung am 16.01.2026 wurde Bilanz gezogen.
Schaut man sich die Einsatzstatistik vergangener Jahre an, dann stellt man fest, dass der Name „FEUERwehr“ nicht mehr ganz zutrifft: Nicht nur in Kolkwitz, machen Brandeinsätze nur noch rund ein Drittel der Gesamteinsätze aus. Viel öfter wird die Feuerwehr zu Verkehrsunfällen, umgefallenen Bäume oder zur Türnotöffnung gerufen. Im Jahr 2025 war fast jedes zweite Mal ein Brandeinsatz der Grund, warum Sirene und Pieper für die Kolkwitzer Kameradinnen und Kameraden ging. Der Schwerpunkt lag hier vor allem im Juni, so Ortswehrführer Christian Otte bei seinem Jahresrückblick: „Ich erinnere mich an einen Tag, da wurden wir fünf Mal alarmiert und sind mit dem Hilfeleistungslöschfahrzeug in den Wald gefahren, was wir sonst eigentlich selten machen, weil das eigentliche Waldbrandfahrzeug schon überörtlich im Einsatz war. Selbst das W50-Tanklöschfahrzeug, das eigentlich schon gar nicht mehr alarmiert wird, tauchte an der Einsatzstelle auf, da haben manche nicht schlecht geguckt.“ Die Kolkwitzer Ortswehr ist der Stützpfeiler für den Brandschutz in der Großgemeinde. Das zeigt sich schon daran, dass von 114 Gesamt-Einsätzen für die Gemeindewehr ein Auto aus der Ortswehr mit rausgefahren ist. Und das auch überorts, so Gemeindebrandmeister Steffen Theiler: „Besonders im Bereich Burg war Kolkwitz gleich mehrfach gefordert. Und ich bin dankbar und stolz, dass das Einsatzziel in jedem Fall erfüllt worden ist.“
Platzprobleme im Gerätehaus
Und auch abseits der Einsatzstelle hat sich die Ortswehr ihren Ruf erarbeitet, der sich auszählt und herumspricht: Sowohl die Einsatzabteilung als auch die Jugendfeuerwehr kann sich über steigende Mitgliederzahlen freuen. Was allerdings inzwischen für erhebliche Platzprobleme sorgt. Zwar wurden weitere Umkleiden improvisiert, aber selbst hier ist schon jeder Haken wieder belegt. Und auch in der Fahrzeughalle ist es voller geworden. Die Gemeinde hat hier den neuen Mannschaftstransporter untergestellt und natürlich die Miet-Drehleiter. Um die bedienen zu können wurden sechs Kameraden in Rekordzeit zu Drehleitermaschinisten ausgebildet und sowohl die Führungskräfte als auch die restliche Truppe wurden am neuen Gerät geschult, um es auch wirklich effektiv einsetzen zu können. So konnte die Leiter wie geplant zum 1. April in Dienst genommen werden und rollt seitdem regelmäßig mit nach draußen und hat sich mehr als bewährt, so Christian Otte. Sechs mal ist die Leiter auch alleine angefordert worden. Das Ganze hat natürlich die Ausbildungsstunden in die Höhe getrieben: Über 1.200 Stunden Aus- und Weiterbildung sind so im Jahr 2025 zusammengekommen. Insgesamt leisteten die Mitglieder der Ortswehr im vergangenen Jahr 8.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit. Würde man hierfür nur den Mindestlohn von 13,90€ ansetzen, entspräche das Kosten von 111.200 Euro. Und die Feuerwehr ist jeden Cent davon wert.
Personell und technisch ist die Ortswehr gut gerüstet für die Herausforderungen, die das Jahr 2026 mit sich bringen wird. Und schon jetzt steht fest: Das Stundenkonto der 50 Aktiven wird auch in diesem Jahr ordentlich klingeln.
Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden folgende Beförderungen und Auszeichnungen vorgenommen:
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Beförderungen |
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| Zum Anwärter | Felix Heyne
Linus Lisk Julian Fietze |
| Zu Feuerwehrfrau bzw. Feuerwehrmann | Kimberly Seidel
Luca Woitow Stan Kuhne Lara Sobich |
| Zu Löschmeisterin bzw. Löschmeister | Julia Koal
René Rönnebeck Silvio Unger |
| Zum Brandmeister | Norman Hoffmann
Christian Bobowk |
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Auszeichnungen |
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| 10 Jahre treue Dienste | Katrin Koal
Ilona Dahley Philipp Bachmann Christoph Tietz |
| 20 Jahre treue Dienste | Jan Clausnitzer |
| 30 Jahre treue Dienste | Kerstin Neumann
Ronny Schadow |
| 60 Jahre treue Dienste | Waltraud Dubrau
Gisela Pujo |
| Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes SPN e.V. in der Sonderstufe | Christian Otte
Steffen Theiler |
| Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes SPN e.V. | Christoph Rother |
| Ehrenzeichen der Kreisjugendfeuerwehr in der Stufe Bronze | Jan Clausnitzer |



















