Impressionen Jubiläum

Es waren Monate der Vorbereitung, viele fleißige helfende Hände haben gewerkelt, so mancher Kopf geraucht und das ein oder andere graue Haar ist gewachsen, aber es hat sich gelohnt. Wir blicken heute zurück auf ein gelungenes Festwochenende, an dem wir unser 112. Gründungsjubiläum gefeiert haben. Mit ein paar Impressionen wollen wir den Tag nochmal Revue passieren lassen.

Gegen 15 Uhr trafen die ersten Gastwehren ein und schnell glich die Schulstraße einer Feuerwehrmeile

Feuerwehrfahrzeuge in der Schulstraße

Um 15:30 traten alle am Gedenkstein an, um den Kameradinnen und Kameraden zu gedenken, die nicht mehr mit uns Feiern konnten. Die Lindenmusikanten und der Schützenverein sorgten für den würdigen Rahmen.

Anschließend war Aufstellung zum Umzug durch die Gemeinde. Von der Feuerwehr aus ging es am Rathaus vorbei, über die Schadow- und Schulstraße bis zur Gaststätte zur Eisenbahn. Dort hatten die Mini- und Zwergenfunken des KCC eine Überraschungsnummer einstudiert. Bei Dankesliedern für die Feuerwehr kämpften einzelne Kameradinnen und Kameraden doch schon mit Freudentränen.

Um 18Uhr begann der offizielle Festakt im Saal der Gaststätte. Bürgermeister Karsten Schreiber betonte noch einmal die Wichtigkeit der Feuerwehr und den großen Rückhalt, den die Freiwilligen in der Gemeinde und ihren Familien finden. Der amtierende Ortswehrführer Christian Otte rechnet in diesem Jahr mit mehr als 100 Einsätzen, schon jetzt ist das Arbeitspensum des Vorjahres erreicht. Anschließend überbrachten die Vereine und Ortswehren ihre Glückwünsche.

In diesem Jahr hatte Marco Kunisch die Geschäfte als Ortswehrführer aus persönlichen Gründen niedergelegt. Aufgrund der Corona-Beschränkungen konnte es keine feierliche Abberufung geben, das holte Bürgermeister Karsten Schreiber im Rahmen des Jubiläums nach

Bürgermeister Karsten Schreiber überreicht Marco Kunisch seine Abberufungsurkunde

Natürlich gab es auch Ehrungen. Julia Koal wurde für 10 Jahre treue Dienste ausgezeichnet.

vlnr: Christian Otte, Julia Koal, Christoph Rother, Karsten Schreiber, René Bennewitz

Ramona Alexander bekam die Auszeichnung für 40 Jahre treue Dienste

vlnr: Christian Otte, Ramona Alexander, Christoph Rother, Karsten Schreiber, René Bennewitz

Gänsehautmoment und minutenlange stehende Ovationen: Der ehemalige Gemeindebrandmeister Ernst Pujo wurde für sage und schreibe 70 Jahre treue Dienste ausgezeichnet.

vlnr: Christian Otte, Ernst Pujo, Christoph Rother, Karsten Schreiber, René Bennewitz

Das Ehrenzeichen der Kreisfeuerwehrverbandes erhielten Monika Dubrau und Dennis Koal. Seit Jahren sind sie als Vertreterin der Frauenabteilung bzw als Gerätewart Mitglieder der Ortswehrführung und wichtige Bausteine, die das Funktionieren unserer Ortswehr gewährleisten.

vlnr: Sascha Erler, Dennis Koal, Monika Dubrau, Christoph Rother, Christian Otte, Karsten Schreiber, René Bennewitz

Im Anschluss wurde bis in die Nacht hinein getanzt und gequatscht.

Wir danken allen Gästen und natürlich unseren Sponsoren für ein gelungenes Jubiläum!

Blume Bau
Gaststätte “Zur Eisenbahn”
DEVK Marcel Kascheike
TAS Trocken-Akustik
BEM
Gemeinde Kolkwitz
BAU Lehmann
Böhm Bedachungen
JET Tankstelle Elke Bennewitz
Sparkasse SPN
Lecher Dächer
Bauzentrum Szonn
Wilke Naturstein
Striemann – Tief- und Straßenbau
TRC Textilpflege und Reinigungsdienstleistungen Cottbus GmbH
Autolackiererei Veltjens GmbH
Dr. med. Jochen Rosenberger
Günter Schlodder Ingenieur-Büro für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik
HANDREK-Metallbau
Hauskrankenpflege Regina Hotzkow/ Christin Wulf
Ingenieurbüro für Geotechnik Prof. Dr. E. Weber GmbH
Ingenieurbüro Prokon
Plaschna & Co. GmbH & Co. KG Technischer Großhandel
Postagentur Tanja Schreiber
Quitzk Busreisen
Witmed GmbH
Zahnarztpraxis Dr. Katja Anetsmann

 

112 Jahre Feuerwehr

Liebe Kolkwitzer am 13.8. Werden wir ab 15:30 Uhr mit einer Kranzniederlegung an unserem Gedenkstein unser Fest “112 Jahre Feuerwehr Kolkwitz” beginnen. Im Anschluss werden wir einen kleinen Umzug durch das Dorf veranstalten. Natürlich werden wir von unseren Feuerwehrfahrzeugen begleitet.
Der Marsch geht von der Feuerwehr die Bahnhofstraße hoch bis zur Berliner, am Rathaus vorbei und dann links ab, die Wilhelm-Schadow-Straße Richtung Cottbuser Str. wieder zurück über die Schulstraße zur Gaststätte zur Eisenbahn Kolkwitz .
In der Zeit von 16 bis 17 Uhr ist somit auf der Strecke mit Behinderung zu rechnen!
Ab 20 Uhr werden wir dann mit der Neo Party Band den Abend ausklingen lassen.
Wir freuen uns auf euch

Maibaumstellen

Nach 2 Jahren Corona-Pause freuen wir uns darauf, wieder mit Euch gemeinsam einen Baum stellen zu können und anschließend in den Mai zu tanzen. Natürlich gibt es Unterhaltung für groß und klein rund um das Kolkwitzer Gerätehaus und verhungern oder verdursten wird auch niemand. Wir sehen uns am Sonnabend!

Frohe Ostern!

Wir wünschen allen Kolkwitzerinnen und Kolkwitzern ein gesegnetes Osterfest!

Und sollten die Reste des Osterfeuers auf dem Nachbargrundstück noch qualmen: Oft reicht ein freundliches Wort über den Gartenzaun. 🙂

Personelle Änderungen

Zum Monatswechsel gab es personelle Änderungen an der Spitze unserer Ortswehr.

Marco Kunisch hatte aus persönlichen Gründen die Gemeinde darum gebeten, ihn von seinen Pflichten als Ortswehrführer zu entbinden. Dem ist die Gemeinde zum 31. März nachgekommen. Wir bedanken uns für Marcos Arbeit in den letzten 4 Jahren und hoffen, dass er uns auch weiterhin als aktive Einsatzkraft erhalten bleibt.

Interimsweise bis zum Jahresende wurde der bisherige Jugendwart und amtierende stellvertrendene Ortswehrführer Christian Otte zum neuen amtierenden Ortswehrführer ernannt. Kamerad Christoph Rother wurde zum amtierenden Stellvertreter berufen. Damit Christian sich seiner neuen Aufgabe vollumfänglich widmen kann, hat Kamerad Merlin Irmer die Funktion als amtierender Jugendwart übernommen.

Natürlich wird parallel im Einvernehmen mit der Gemeinde und der Gemeindewehrführung das Verfahren zur ordentlichen Berufung einer neuen Führungsspitze durchgeführt. Doch wir denken, wir haben mit dieser Lösung ein arbeits- und leistungsfähiges Führungsteam erhalten.

Volles D-Rohr

Unser neues Tanklöschfahrzeug hat einige Besonderheiten, mit denen wir intensiv üben müssen, denn die Taktik bei Waldbränden wird sich in Zukunft ändern. Bisher ist das C-Rohr unser Standard-Rohr, mit dem wir Brände bekämpfen. Die deutlich dünneren D-Schläuche und D-Strahlrohre sind bislang eher bei der Jugendfeuerwehr verbreitet. Doch das neue TLF W BB ist mit zahlreichen D-Strahlrohren und Schläuchen bestückt. Und das hat seinen Grund:

Bei einem Waldbrand brennt es zunächst vor allem im Bodenbereich. Und es kommt für uns als Feuerwehr darauf an, möglichst schnell zu verhindern, dass sich das Feuer ausbreitet. Dazu braucht es gar nicht soviel Wasser, weil die Flammenfront oft nur wenige Zentimeter breit ist. Deshalb hat das TLF mehrere Feuerpatschen an Bord, mit denen die Flammen ausgeschlagen werden können. Und als Neuheit: Rucksäcke mit 20 Litern Wasser und einer kleinen Spritzdüse. Und den haben wir mal getestet

20 Liter auf dem Rücken, mobil und unabhängig: Ein Löschrucksack ist eine sinnvolle Ergänzung im Waldbrandeinsatz.

Ungewohnt, aber es funktioniert. Nochmal zurück zu den verschiedenen Schlauchgrößen: So ein Wald- oder Vegitationsbrand kann sich je nach Wind und Bodenbeschaffenheit recht schnell vorwärts bewegen. Für uns als Feuerwehr heißt das: Auch schnell sein und da macht es einen Unterschied, ob man einen dicken oder dünnen Schlauch über der Schulter hat und hinter sich herzieht. Die Praxisübung zeigt: Mit dem D-Schlauch sind wir deutlich schneller unterwegs. Und noch einen Vorteil haben die dünneren Schläuche, den man sich sehr gut vorstellen kann: Wir verlegen bei Waldbränden manchmal mehrere hundert Meter B- und C-Schläuche. Die müssen erstmal alle volllaufen, bis vorne am Strahlrohr überhaupt ein Tropfen Wasser rauskommt. Und da passt Einiges rein: In eine Standardlänge B-Schlauch 88 Liter, ein 15m langen C-Schlauch schluckt ca 32 Liter. In einen D-Schlauch der selben Länge passen grade mal knapp 7,5 Liter. Heißt: Wenn man also auf mehreren hundert Metern Länge die Schläuche jeweils eine Nummer kleiner wählt, spart man schnell mehrere hundert Liter Wasser. Denn das ist kostbar im Wald, wo der nächste Brunnen oder Hydrant oft weit weg ist und wir (zunächst) auf den Inhalt des Löschwassertanks auf unserem Fahrzeug angewiesen sind. Der klingt mit knapp 5.000Litern zwar groß bemessen, aber auch da können wir einfach mal rechnen: 1 C-Strahlrohr braucht (bei Standarddruck) etwa 100l pro Minute. Sind wir mit 3 Rohren im Einsatz (im Ernstfall werden es eher mehr sein) brauchen wir also 3o0 Liter pro Minute. Plus die Füllmenge der Schläuche. Heißt: Etwa nach einer Viertelstunde stehen wir ohne Wasser da. Ein D-Strahlrohr verbraucht gerade ein Viertel der Menge. Das bedeutet: Mit einer Tankfüllung können wir (theoretisch) 4 mal so lange löschen. In unserem Beispiel eine Stunde lang.

Zugegeben: Wir reden hier von Theorie und die Hohlstrahlrohre, die wir hier verwenden, sind nicht ganz so sparsam, wie ein Standard-D-Strahlrohr. Aber dennoch hat sich in der ersten Übung gezeigt: Die Waldbrandbekämpfung mit D-Rohren klingt erstmal merkwürdig, bringt aber viele Vorteile. Sie muss aber – wie alles bei der Feuerwehr – regelmäßig geübt werden.

Neues TLF in Dienst gestellt

Seit Freitag, dem 25.März 2022 ist unser TLF-W BB offiziell in Dienst gestellt und hat seinen Stellplatz in unserem Gerätehaus eingenommen. In Zukunft werden Sie es öfter in der Gemeinde fahren sehen.

Das neue Tanklöschfahrzeug gemeinsam mit dem HLF20

Das alte Tanklöschfahrzeug wird zunächst als “eiserne Reserve” vorgehalten und kann zB bei großen Waldbränden reaktiviert werden. Eine endgültige Entscheidung, was mit dem Fahrzeug passieren wird, trifft dann die Gemeinde.