Maibaumstellen abgesagt

In diesem Jahr müssen wir leider auf das traditionelle Maibaumstellen verzichten.

Aufgrund der Bestimmungen zur Eindämmung des Corona-Virus sind alle Feuerwehraktivitäten wie Ausbildungen, Treffen und sonstige Veranstaltungen bis einschließlich 30.April einzustellen. Dazu zählt logischerweise auch das Maibaumstellen, bei dem sich ja traditionell hunderte Menschen am Gerätehaus einfinden. Die Gründe sind nachvollziehbar aber die Entscheidung fiel uns nicht leicht.

Wir freuen uns schon auf viele andere schöne Aktivitäten, wie unser Jubiläum im August, das hoffentlich noch stattfinden werden kann.

 

Keine Osterfeuer/Lagerfeuer

Symbolbild Osterfeuer

In einer Woche ist Karsamstag. Ein Abend, an dem traditionell zahlreiche Osterfeuer in der Großgemeinde brennen. In Anbetracht der Corono-Pandemie eine Traditon, auf die wir in diesem Jahr verzichten müssen. Darauf weist das Ordnungsamt hin.

In der Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 und COVID-19 in Brandenburg (SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung-SARS-CoV-2-EindV) vom 22.März 2020 sind öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen sowie Versammlungen und sonstige Ansammlungen auch auf privaten Grund untersagt. Lediglich Personen innerhalb des eigenen Haushalts bleiben davon unberührt.
Dies hat zwangsläufig zur Folge, dass öffentliche Osterfeuer aber auch private genehmigungspflichtige Lagerfeuer bis 5 m³ in diesem Jahr nicht von der örtlichen Ordnungsbehörde genehmigt werden können, da eine Freigabe dieser Feuerstellen Ansammlungen auch im kleineren Kreise entgegen den Regelungen der Eindämmungsverordnung Vorschub leisten würde. Auf das Genehmigungsverbot haben sich alle Gemeinden und Städte im Landkreis Spree-Neiße verständigt. Vereinzelt bereits genehmigte private Lagerfeuer wurden bereits widerrufen.
Grundsätzlich zulässig ist im Kreis der Kernfamilie bzw. der Haushaltsangehörigen das Betreiben eines genehmigungsfreien Lagerfeuers bis max. 1m Größe, am besten in einer entsprechenden Feuerschale/Feuerkorb, jedoch nur unter der Voraussetzung der nachfolgend aufgeführten 10 goldenen Regeln.

10 goldene Regeln

  • Die Obergrenze für Höhe und Durchmesser des Brennstoffhaufens beträgt max. 1 m
  • Nur trockenes und naturbelassenes Holz (Scheitholz, kurze Äste, Reisig) verwenden
  • Bei anhaltender Trockenheit (ab Waldbrandgefahrenstufe 4) oder starkem Wind darf kein Holzfeuer entzündet werden
  • Abfälle jeglicher Art (auch Garten- und Haushaltsabfälle) gehören niemals ins Holzfeuer.
  • Holzfeuer mit Holzspänen oder Kohlen- bzw. Grillanzünder entfachen
  • Löschmittel immer bereithalten (zum Beispiel Wasser, Sand, Feuerlöscher)
  • “Brandbeschleuniger” wie Benzin, Verdünnung, Spiritus niemals verwenden, Explosionsgefahr!
  • Die Feuerstelle stets im ausreichenden Abstand zu Gebäuden und brandgefährdeten Materialien anlegen
  • Bei starker Rauchentwicklung oder Funkenflug Feuer unverzüglich löschen
  • Feuer immer bis zum Erlöschen der Glut beaufsichtigen

Es müssen allerdings Informationen eingeholt werden, ob ein genehmigungsfreies Feuer entzündet werden darf. Insbesondere Informationen zur geltenden Waldbrandgefahrenstufe und zur Wetterlage sind vorab einzuholen. Die aktuelle Waldbrandgefahrenstufe sehen sie rechts auf unserer Seite.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Herr Mathow oder Frau Kersten unter der Rufnummer 0355/29300-30 oder -36.

Verdächtiger Rauch

Der Leitstelle wurde verdächtiger Rauch an einem Baumarkt gemeldet. Vor Ort roch es zwar leicht nach Feuer, aber bei einer Lagerkundung konnte kein Feuer festgestellt werden. Der Qualm und Geruch kam offenbar aus einem benachbarten Schornstein.

Alle 5 Tage im Einsatz, aber zuviel Papierkram

Die Kolkwitzer Ortswehr ist im vergangenen Jahr 73 Mal ausgerückt. So die Bilanz bei der Jahreshauptversammlung am 17.01.2020. Nicht nur in der gesamten Großgemeinde sondern auch überörtlich, etwa über Tage in der Lieberoser Heide. Einsätze, die an die Substanz gehen. Neben den Einsätzen belastet aber auch der Verwaltungsaufwand die Feuerwehr.

Natürlich waren es vor allem die Waldbrände, die die Kolkwitzer Kameradinnen und Kameraden im letzten Jahr beschäftigt haben. Das Tanklöschfahrzeug mit seinen 4.000 Litern Wasser ist oft zur Unterstützung angefordert worden. In der kompletten Großgemeinde und darüber hinaus. In der Lieberoser Heide waren die Kameraden im Schichtbetrieb über mehrere Tage im Einsatz. „In der Waldbrandsaison war das Kolkwitzer TLF kaum noch im Gerätehaus. Das ging bis an die Grenze der Belastbarkeit für Mensch und Technik“, lobt Gemeindewehrführer Steffen Theiler die Einsatzbereitschaft der Kolkwitzer Ortswehr. Besonders in Erinnerung dürfte den Kolkwitzern neben Wald- und Flächenbränden aber auch diverse schwere Unfälle geblieben sein und der Großbrand in Babow zum Jahresende. Ordnungsamtsleiter Martin Mathow – selbst Feuerwehrmann – überbrachte den Dank des Bürgermeisters für das Engagement bei Tag und Nacht: „Die Kolkwitzer Ortswehr übernimmt eine unverzichtbare Aufgabe in der Großgemeinde. Ihr rettet nicht selten Menschenleben, befreit Verletzte aus Autowracks, beschützt wertvolle Güter und setzt Euch bei Unwettern Gefahren aus, wo andere Schutz in ihren Häusern suchen. Und das ehrenamtlich und rund um die Uhr.“ Dazu braucht es natürlich die passende Ausrüstung: Die Gemeinde hat sich für ein neues TLF5000 beworben, welches das über 25 Jahre alte Tanklöschfahrzeug ablösen soll, außerdem werde gerade über neue Bekleidung nachgedacht. Am Geld werde es dabei nicht scheitern, so die positive Botschaft von Martin Mathow.
Positiv ist auch die personelle Entwicklung der Kolkwitzer Ortswehr: Die ist inzwischen auf 68 KameradInnen gestiegen, inzwischen ist jeder Spind im Gerätehaus gefüllt. Auch die Anzahl der Teilnehmenden pro Einsatz steigt. Ebenso kann sich Jugendwart Christian Otte über großes Interesse an der Jugendfeuerwehr freuen.

Weniger Grund zur Freude ist der deutlich gestiegene Verwaltungsaufwand. Besonders das Prämien- und Ehrenzeichengesetz hat die Feuerwehr gewaltig unter Druck gesetzt. Hier hat sich gezeigt: Gut gemeint heißt nicht immer gut gemacht. Die Ortswehrführung hat Stunden und Tage damit verbracht, Dienstbücher zu wälzen, und Anwesenheitslisten von Lagern zu prüfen, um nachzuweisen, dass die KameradInnen die nötigen 40 Stunden Feuerwehrdienst geleistet haben. „Das ging Teilweise an die Grenze der Leistungsfähigkeit und hat eigentlich nichts mehr mit Feuerwehrdienst zu tun“ so Gemeindewehrführer Steffen Theiler. Das Land habe mehrfach nachbessern müssen, bis das Gesetz einigermaßen anwendbar gewesen sei. „Wir hatten einen immensen Verwaltungsaufwand durch ein Wahlkampfgeschenk. Jeder, der damit zu tun hatte hat gemerkt: Vor der Wahl wurde mit Versprechen und Schecks gewedelt und wir mussten die Gesetzesentwürfe den KameradInnen erklären. Am Ende gab es gab viel Unmut. Früher ging es nur um Orden, jetzt geht es um Geld. Und bei Geld hört bekanntlich die Freundschaft auf.“
Und neuer Papierkram steht bereits ins Haus: Die Gemeinde führt eine neue Feuerwehr-Verwaltungssoftware ein. Dazu müssen erstmal alle Daten von Hand geprüft und eingepflegt werden. Danach soll das Programm die Arbeit aber erleichtern, verspricht Steffen Theiler.
Denn eigentlich soll die Feuerwehr ja nicht sich selbst verwalten, sondern für andere da sein.
Eins ist sicher: Dazu ist Kolkwitzer Ortswehr auch im Jahr 2020 hervorragend aufgestellt.

Einsätze im Jahr 2019:
• 22 Brandeinsätze
• 13 Verkehrsunfälle
• 12 Türnotöffnung/Tragehilfe
• 10 Natur
• 8 Brandmeldeanlage
• 5 Ölspur
• 3 Sonstige

Weil wir im August unser 110. Gründungsjubiläum feiern, wollen wir zu diesem Anlass die Ehrungen und Beförderungen vornehmen. Trotzdem gab es auch zur Jahreshauptversammlung ein paar Urkunden

Verkehrsunfall

Das Kolkwitzer HLF wurde zu einem Verkehrsunfall gerufen, gemeldet war eine eingeklemmte Person. Durch die zuerst eingetroffenen Kräfte konnte Entwarnung gegeben werden: Die Person war zwar leicht verletzt, aber nicht eingeklemmt. Die Kolkwitzer Ortswehr konnte also wieder abrücken.

Gesundes neues Jahr

Wir wünschen allen Kolkwitzerinnen und Kolkwitzern ein gesundes Jahr 2020!

Ein ganz besonderes Jahr. Denn die Ortswehr Kolkwitz wird 110 Jahre alt. Das wollen wir im August mit Ihnen feiern. Alles Weitere später an dieser Stelle 🙂

Kommen Sie gesund und munter durchs Jahr 2020!