Gebäudebrand

Die Feuerwehr wurde zu Nachlöscharbeiten beim Gebäude vom Nachmittag gerufen. Unterstützt wurde die Freiwillige Feuerwehr dabei von der Berufsfeuerwehr Cottbus mit dem Teleskopmast.

Gebäudebrand

Auf dem Gelände des ehemaligen Klinikums stand der Dachstuhl eines Nebengebäudes in Vollbrand. Die Feuerwehr konnte mit Unterstützung durch die Drehleiter der Berufsfeuerwehr den Brand löschen. Mehrere Trupps suchten unter Pressluftatmer das Gebäude nach Personen ab und löschten den Brand von innen. Ein Übergreifen auf weitere Gebäude konnte verhindert werden.

Brennender Unrat

Eine Anruferin meldete einen kleinen Brand an einer Bushaltestelle. Sehr vorbildlich: Noch vor Eintreffen der Feuerwehr startete sie eigene Löschversuche, die sich als erfolgreich herausstellten. Für die eintreffenden Einsatzkräfte gab es nicht mehr viel zu tun. Sie führten trotzdem sicherheitshalber noch Kontrollen und nachlöscharbeiten durch.

Ehrenzeichen für stellvertretende Jugendwarte

Anlässlich der Verbandstagung des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße e.V. wurden unsere beiden stellvertretenden Jugendwarte mit dem Ehrenzeichen der Landesjugendfeuerwehr Brandenburg in Bronze ausgezeichnet.

Jonas Hohm engagiert sich seit seinem Wechsel in die aktive Einsatzabteilung als Ausbilder und Betreuer bei der Jugendfeuerwehr. In diesem Jahr hat er die Funktion als stellvertretender Jugendwart übernommen.
Neben dem Umgang mit den Kindern und Jugendlichen ist er vor allem für die technischen Belange zuständig: Sei es eine App, über die die Mitglieder der Jugendfeuerwehr das Fahrzeug besser kennen lernen können, oder die Programmierung eines Alarmierungssystems beim Ausbildungsjugendlager.
Bei den Online-Schulungen während der Corona-Pandemie baute Kam. Hohm eine regelrechte Bildregie auf, um zeitweise zwischen drei Kameras zu wechseln und das Signal in den Stream zu geben. Er überwachte den Chat, so dass auf Fragen der Kinder und Jugendlichen live während der Ausbildung eingegangen werden konnte.

Merlin Irmer ist erst seit wenigen Jahren Mitglied der aktiven Einsatzabteilung und engagiert sich seit seinem Wechsel in die Aktive Feuerwehr weiter als Ausbilder und Betreuer in der Jugendfeuerwehr. Trotz seines jungen Alters war er sofort bereit, die ihm angebotene Funktion als stellvertretender Jugendwart zu übernehmen.
Kam. Irmer bringt sein Wissen und Ideen nicht nur bei den wöchentlichen Schulungen ein, sondern z.B. auch bei der Organisation und Durchführung der jährlichen Ausbildungsjugendlager.
Beim Aufbau, Konzeption und Organisation der Online-Schulungen während der Hochphase der Corona-Pandemie hat Kam. Irmer maßgeblich mitgewirkt, hat Ideen eingebracht, während der Ausbildungen vor und hinter der Kamera gestanden und das Schulungsprogramm kontinuierlich weiterentwickelt.

Ohne die Beiden wären die Online-Schulungen in dieser Qualität nicht möglich gewesen. Deshalb hatten wir die Auszeichnung für Jonas und Merlin beantragt und freuen uns, dass die Landesjugendfeuerwehr unseren Vorschlägen zugestimmt hat.

Verkehrsunfall (Einsatzübung)

Bei einem Verkehrsunfall wurden insgesamt 10 Personen verletzt. Darunter mehrere Kinder. Teilweise waren die Personen in den Fahrzeugen eingeklemmt und mussten durch die Feuerwehr aus den Wagen befreit werden. In der Gemeindeübung wurde das Zusammenspiel der Ortswehren bei einer Großschadenslage trainiert. Ziel war es auch, die Ausrüstung und das Vorgehen der anderen Ortswehren kennenzulernen.

Der Zusammenhalt leidet, die Einsatzbereitschaft bleibt

Die Corona-Pandemie ist nicht spurlos an der Ortswehr Kolkwitz vorbeigegangen: Das geplante Jubiläum, Maibaumstellen, sämtliche geselligen Zusammenkünfte mussten ausfallen. Aber die Mitgliederzahl bleibt stabil und die Wehr einsatzbereit, leistungsfähig und flexibel. Besonders die Online-Ausbildung der Jugendfeuerwehr war einzigartig. So das Fazit der nachgeholten Jahreshauptversammlung am 3. September.

Ortswehrführer Marco Kunisch bei seinem Grußwort

Es war ein recht einsames und einsatzarmes Jahr 2020, für das Ortswehrführer Marco Kunisch Bilanz zieht. Zwar startete es mit einem recht großen Brandeinsatz, aber gerade die Verkehrsunfälle, die sonst den Hauptteil der Feuerwehrarbeit ausmachen sind im letzten Jahr spürbar zurückgegangen. Vermutlich auch, weil wegen Kontaktbeschränkungen und Homeoffice weniger Menschen unterwegs waren. Erfreulich ist: Alle Einsätze konnten absolviert werden und im Schnitt waren beide Löschfahrzeuge voll besetzt. Auch die Zahl der Kameradinnen und Kameraden bleibt stabil. „Danke, dass Ihr alle in dieser schwierigen Zeit der Feuerwehr die Stange gehalten habt und auch unter teilweise schwierigen Umständen ausgerückt seid! Das war wirklich beeindruckend!“ lobt der Ortswehrführer die Anwesenden in der großen Halle des Kolkwitzcenters. Trotz Corona leisteten die Kameradinnen und Kameraden inklusive Ausbildungen insgesamt knapp 3.000 Stunden Dienst für die Feuerwehr.

Online-Ausbildung die ihresgleichen sucht

Auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr haben ihre Begeisterung behalten. Obwohl sie sich im vergangenen Jahr kaum treffen durften, bilanziert Jugendwart Christian Otte: „Es war ein ganz schwieriges Jahr, aber die Kinder und Betreuer haben verstanden, dass die oberste Aufgabe der Feuerwehr der Bevölkerungsschutz ist und deshalb die Kinder und Jugendlichen als erste in den Lockdown gegangen und als letzte wieder herausgekommen sind.“ Besonders bitter: kurz sah es so aus, als könne das beliebte Ausbildungsjugendlager stattfinden, dann musste es kurzfristig doch abgesagt werden. Das hieß für das Betreuerteam um Christian Otte: Alternativen suchen. Und die fanden sich online: Es wurden gleich mehrere Webcams beschafft und eine regelrechte Bildregie im Gerätehaus aufgebaut, mit der zwischen den einzelnen Kameras hin- und her geschaltet wurde. Das Jugend-Team stellte in und an der Fahrzeughalle Einsätze nach und die Kinder- und Jugendlichen waren per Internet live dazu geschaltet. Für den erste-Hilfe-Unterricht wurden speziell geschnürte Verbandspakete vorab mit dem Löschfahrzeug zu den Jugendlichen gefahren und mit Abstand übergeben. Für 45 Minuten Online-Unterricht eine Vor- und Nachbereitungszeit von mehreren Stunden. Aber die Arbeit hat sich gelohnt: Alle 14 Jungs und 2 Mädchen sind Stand Ende 2020 der Jugendfeuerwehr erhalten geblieben. Hier wurde ein Aufwand getrieben, der seinesgleichen sucht, stellt Sascha Erler, Vorstandsmitglied des Kreisfeuerwehrverbandes fest: „Ich kenne keine vergleichbare Aktion im Kreis und selbst über den Kreis hinaus.“ Besonders für die Online-Schulungen, aber auch für seine jahrelange Arbeit als Ausbilder und Jugendwart bekam Christian Otte daher das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes Spree-Neiße e.V. verliehen.

Christian Otte erhält das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes

Modernste Ortswehr der Gemeinde

Natürlich darf der Blick nach vorne nicht fehlen. Und da freuen sich die Kameradinnen und Kameraden vor allem auf den November, wenn sie das neue Tanklöschfahrzeug von Tschechien nach Kolkwitz überführen können. Eins der ersten aus der Landesbeschaffung. „Das bedeutet dann, dass kein Fahrzeug in Kolkwitz älter als drei Jahre sein wird. Es gibt keine andere Ortswehr, die so einen modernen Fuhrpark hat.“ Stellt Gemeindebrandmeister Steffen Theiler fest. Da das Fahrzeug aus der Landesbeschaffung stamme, bedeute das aber auch mehr Aufgaben: „Das Fahrzeug wird definitiv öfter überörtlich im Einsatz sein, als das alte, etwa bei größeren Waldbränden außerhalb.“

Dass die Kameradinnen und Kameraden in der Lage sein werden, mit der neuen Technik umzugehen und ihre Einsatzbereitschaft auch in Zukunft beweisen werden, daran lässt Ortswehrführer Marco Kunisch keinen Zweifel. „Und es sollte auch unsere Aufgabe sein, wieder enger zusammenzurücken, sofern es die Bedingungen zulassen. Hoffentlich schon beim Kameradschaftsabend in diesem Jahr und auf jeden Fall bei unserem nachgeholten Jubiläum im Jahr 2022.“